23 Okt
Damen 1 empfangen TSV Wendelstein
Aktueller Tabellenführer zu Gast in Biessenhofen

26 Okt
SG Biessenhofen-Marktoberdorf - TSV Wendelstein 23:27
– und doch vor allem an sich selbst gescheitert
Die SG-Damen 1 mussten sich am vergangenen Spieltag dem Tabellenführer aus Wendelstein geschlagen geben. Dabei war der Gegner zweifellos stark und zeigte über die gesamten 60 Minuten, warum er an der Tabellenspitze steht. Wendelstein brachte sein Können konstant aufs Parkett – während die SG erneut mit zu großen Leistungsschwankungen zu kämpfen hatte.
Der Start ins Spiel wurde verschlafen. Wendelstein nutzte die Unkonzentriertheiten konsequent und setzte sich früh mit 2:6 ab. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit fanden die SG-Damen jedoch besser ins Spiel, kämpften sich Stück für Stück heran und konnten den Rückstand zwischenzeitlich deutlich verkürzen. Kurz vor dem Seitenwechsel gelang es Wendelstein allerdings erneut, die Führung etwas auszubauen.
Mit viel Energie startete die SG in die zweite Halbzeit und war wieder dran. Die Chance, weiter Druck auf den Tabellenführer auszuüben, war da – doch ausgerechnet in den entscheidenden Phasen der zweiten Hälfte blieb die SG ohne Torerfolg.
In der Folge entwickelte sich ein Spiel, in dem die SG immer wieder zeigte, dass sie durchaus auf Augenhöhe mithalten konnte. Besonders in der Abwehr wurden wichtige Ballgewinne erkämpft und immer wieder gute Möglichkeiten geschaffen. Doch genau hier lag letztlich das große Problem: Die gewonnenen Bälle konnten nicht konsequent in eigene Tore umgemünzt werden.
Vor allem die letzten acht Minuten waren bezeichnend für den gesamten Spielverlauf. Die SG brachte den Ball aufgrund zu vieler unnötiger und vermeidbarer Fehler nicht mehr gefährlich aufs Tor. Trotz guter Abwehrarbeit und erkämpfter Ballgewinne fehlte im Angriff die nötige Konsequenz. Wendelstein nutzte diese Phase besser und brachte den Sieg letztlich über die Zeit.
Die Enttäuschung im Lager der SG war nach dem Schlusspfiff entsprechend groß. Denn so stark der Tabellenführer auch auftrat: Mit einer konstanten Leistung über 60 Minuten wäre an diesem Tag definitiv mehr möglich gewesen – vielleicht sogar ein Sieg.
Damit bleibt vor allem die Erkenntnis, dass die SG aktuell weniger an ihren Gegnern als an den eigenen Schwankungen zu scheitern droht. Zu oft zeigen die Damen 1 in den vergangenen Spielen Phasen, in denen sie unkonzentriert agieren und ihr eigentliches Können nicht abrufen. Genau das muss sich ändern, wenn die Mannschaft ihre vorhandene Qualität auch in den Ergebnissen widerspiegeln lassen möchte.
Die Stimmung im SG-Lager ist deshalb verständlicherweise gedrückt. Gleichzeitig bleibt aber die Gewissheit, dass die Mannschaft deutlich mehr kann, als sie zuletzt gezeigt hat. Klar wird nach dem sechsten Spieltag, dass das größte aktuelle Problem der Damen 1 die Entscheidungsfindung ist. Viel zu oft werden die falschen Entscheidungen getroffen. Jetzt gilt es, die Fehler aufzuarbeiten, den Kopf wieder freizubekommen und über 60 Minuten das eigene Leistungsvermögen auf die Platte zu bringen.
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