18 Sep
Erstes Spiel der Saison für die Damen 1
Am kommenden Samstag ist es endlich wieder so weit: Für die SG Biessenhofen-Marktoberdorf beginnt die neue Handballsaison.

22 Sep
TSV Ottobeuren - SG Biessenhofen-Marktoberdorf 27:19
Damen 1 müssen sich beim Aufsteiger TSV Ottobeuren mit 19:27 geschlagen geben – schwierige Trainingswoche macht sich bemerkbar
Einen Saisonauftakt zum Vergessen erlebten die Damen 1 der SG Biessenhofen-Marktoberdorf. Im ersten Spiel der neuen Runde musste sich die Mannschaft auswärts beim Aufsteiger TSV Ottobeuren mit 19:27 geschlagen geben. Dabei erwischte die SG einen Tag, an dem nur wenig zusammenlief. Während bei den Gastgeberinnen nahezu alles funktionierte, fanden die SGlerinnen über weite Strecken nicht zu ihrem gewohnten Spiel.
Dass die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Start alles andere als optimal waren, hatte sich bereits in den Tagen vor der Partie abgezeichnet. Die Trainingswoche der SG war stark von Krankheiten und zahlreichen Ausfällen geprägt. Ein geregelter Trainingsbetrieb und damit eine optimale Vorbereitung auf den ersten Gegner der neuen Saison waren kaum möglich. Entsprechend schwierig gestaltete sich auch die personelle Situation am Spieltag.
Besonders bemerkbar machte sich das Fehlen von Hana Becihodzic, die der Mannschaft sowohl spielerisch als auch als wichtige Option im Zusammenspiel fehlte. Hinzu kam, dass Antonia Fritsch stark angeschlagen in die Begegnung ging. Leider war auch der Rest der Mannschaft nicht in bester Verfassung an diesem Spieltag und konnte die Ausfälle nicht kompensieren.
Trotzdem hatte sich die Mannschaft vorgenommen, die schwierigen Vorzeichen auszublenden und mit einem positiven Ergebnis in die neue Saison zu starten. Auf dem Spielfeld gelang es jedoch nicht, die eigenen Stärken abzurufen. Von Beginn an tat sich die SG schwer, ihren Rhythmus zu finden. Im Angriff fehlten die nötige Konsequenz und Sicherheit, während sich auch in der Defensive immer wieder Lücken auftaten.
Ganz anders präsentierte sich der TSV Ottobeuren. Der Aufsteiger ging hoch motiviert in sein erstes Saisonspiel und erwischte einen starken Tag. Vieles, was sich die Gastgeberinnen vornahmen, funktionierte. Im Angriff spielte der TSV konsequent seine Möglichkeiten aus und nutzte die Fehler der SG. So entwickelte sich zunehmend eine Partie, in der die Gastgeberinnen Sicherheit gewannen, während Biessenhofen-Marktoberdorf immer stärker einem Rückstand hinterherlaufen musste.
Auf Seiten der SG wollte sich dagegen kaum die notwendige Leichtigkeit einstellen. Fehlwürfe, technische Fehler und fehlende Abstimmung verhinderten immer wieder, dass die Mannschaft entscheidend herankam. Gerade in solchen Phasen zeigte sich auch, dass aufgrund der schwierigen Trainingswoche Abläufe und Automatismen nicht so sicher funktionierten, wie es für einen erfolgreichen Saisonstart notwendig gewesen wäre.
Dennoch versuchten die SG-Damen, sich gegen die drohende Niederlage zu stemmen. Auch wenn spielerisch vieles Stückwerk blieb, gab sich die Mannschaft nicht auf und kämpfte bis zum Schluss. Der erhoffte Lauf, mit dem die Partie vielleicht noch einmal hätte kippen können, blieb allerdings aus. Immer dann, wenn Biessenhofen-Marktoberdorf die Möglichkeit hatte, den Rückstand zu verkürzen und neuen Druck aufzubauen, fand entweder Ottobeuren eine Antwort oder man verduselte selbst die Chance.
So setzte sich der Aufsteiger im Laufe der Begegnung immer weiter ab. Während beim TSV an diesem Tag vieles zusammenpasste, erwischte die SG einen jener Spieltage, an denen nahezu nichts funktionieren will. Am Ende stand eine deutliche 19:27-Niederlage auf der Anzeigetafel – und damit ein enttäuschender Auftakt in die neue Spielzeit.
Das Ergebnis ist für die SG Biessenhofen-Marktoberdorf entsprechend ernüchternd. Gleichzeitig gilt es, die Niederlage richtig einzuordnen. Die von Krankheit und geringer Trainingsbeteiligung geprägte Vorbereitung auf die Partie war alles andere als ideal. Das allein darf allerdings keine Erklärung für die deutliche Niederlage sein. Vielmehr muss die Mannschaft nun genau analysieren, warum sie über weite Strecken nicht in ihr Spiel gefunden hat.
Vor allem im Angriff wird es darum gehen, wieder mehr Sicherheit und Konsequenz zu entwickeln. 19 erzielte Treffer sind viel zu wenig, um auswärts Punkte mitzunehmen. Gleichzeitig muss die SG auch defensiv wieder kompakter auftreten und als Mannschaft besser zusammenarbeiten. Die kommende Trainingswoche bietet nun die Gelegenheit, genau an diesen Punkten anzusetzen.
Nach dem misslungenen Auftakt heißt es deshalb: abhaken, aufarbeiten und nach vorne schauen. Eine Saison wird nicht am ersten Spieltag entschieden. Allerdings hat die Partie in Ottobeuren deutlich gezeigt, woran die SG in den kommenden Wochen arbeiten muss.
Nun gilt es für die Damen 1, möglichst schnell wieder zu Kräften zu kommen, die personelle Situation zu stabilisieren und im Training zurück zu den gewohnten Abläufen zu finden. Bereits im nächsten Spiel bietet sich die Gelegenheit, eine Reaktion auf den enttäuschenden Saisonstart zu zeigen.
Der erste Auftritt ging mit 19:27 verloren. Jetzt liegt es an der SG Biessenhofen-Marktoberdorf, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen und es beim nächsten Mal deutlich besser zu machen.
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