31 Mär
Damen 1 verlieren gegen TSV Simbach
Damen verlieren ihr letztes Saisonspiel

27 Jan
SG Biessenhofen-Marktoberdorf - TSV EBE Forst United II 22:22
Die SG Damen 1 mussten sich am Sonntagnachmittag in eigener Halle mit einem Unentschieden zufriedengeben.
Ein Ergebnis, das sich nach dem Abpfiff fast wie eine Niederlage anfühlte, nach dem Spielverlauf jedoch letztlich den Kräfteverhältnissen entsprach.Gegen die junge, dynamische zweite Damenmannschaft des TSV EBE Forst United zeigte die SG zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten, die sinnbildlich für die vergangenen Wochen stehen.
Starke erste Halbzeit: Kontrolle, Tempo und eine Abwehr wie ein Bollwerk
Von Beginn an war spürbar, dass die SG Damen 1 etwas gutzumachen hatten. Mit viel Tempo, klaren Aktionen und einer bemerkenswert stabilen DHB?Abwehr legten sie einen überzeugenden Start hin. Die Defensive stand kompakt, verschob diszipliniert und ließ den Gästen kaum Möglichkeiten, sich aus dem Spiel heraus gute Chancen zu erarbeiten. Im Angriff nutzte die SG zunächst konsequent die Lücken, spielte schnell und entschlossen nach vorne und dominierte so lange Zeit das Geschehen.
Phasenweise wirkte es, als hätten die SG Damen das Spiel vollkommen im Griff. Die Kombination aus aggressiver Deckung und klug vorgetragenen Angriffen ließ keinen Zweifel daran, dass sie in der ersten Halbzeit das reifere und abgeklärtere Team waren. Im Laufe der Zeit schlichen sich allerdings allmählich schon technische Fehler und unnötige Ballverluste ein. Trotzdem ging die SG mit einem verdienten Vorsprung in die Kabine – mit dem Gefühl, heute endlich wieder einen Heimsieg einfahren zu können.
Wiederholt schwache zweite Halbzeit: Ein Muster setzt sich fort
Doch wie schon in den letzten beiden Begegnungen kippte das Spiel nach der Pause. Dinge, die in der ersten Hälfte fast selbstverständlich funktionierten, wollten plötzlich nicht mehr gelingen. Im Angriff machte sich von Minute zu Minute mehr Ratlosigkeit breit: Pässe kamen nicht mehr sauber an, der Zug zum Tor fehlte, und die SG Damen taten sich zunehmend schwer, klare Torchancen herauszuspielen.
Zwar stand die Abwehr weiterhin ordentlich, konnte den immer druckvoller werdenden TSV EBE Forst United II aber nicht mehr so konsequent in Schach halten wie noch vor dem Seitenwechsel. Spielerisch blieben die Gäste zwar weiterhin ungestüm, doch ihr Tempo und ihre Frische setzten der SG sichtbar zu.
Kleiner Kader als entscheidender Faktor
Besonders deutlich wurde in dieser Phase der ohnehin knappe Kader der SG mit nur 8 Feldspielerinnen. Mit eingeschränkten Wechselmöglichkeiten und der zusätzlichen Ausfalllast – allen voran durch das Fehlen von Lotta Stöckl – standen Trainerteam und Mannschaft praktisch ohne Alternativen da. Die fehlende Möglichkeit zu wechseln, machte sich vor allem in der Schlussphase bemerkbar, als die Kräfte und vor allem die Konzentration sichtbar nachließen. Ohne frische Spielerinnen blieb der SG kaum Gelegenheit, den Spielfluss wiederzufinden. Der entscheidende Zug zum Tor, den man in der ersten Halbzeit mehrfach gesehen hatte, war nun komplett verschwunden. So kam EBE Forst United II Tor um Tor heran und glich schließlich aus.
Wertvoller Punkt oder verlorener Sieg?
Am Ende stand ein Unentschieden, das aus Sicht der SG Damen
zwei Gesichter hat:
Einerseits enttäuschend, weil ein Sieg greifbar schien. Andererseits wichtig,
weil man trotz aller Widrigkeiten zumindest einen Zähler sichern konnte – und
weil die Mannschaft erneut bewiesen hat, dass sie über weite Strecken stark
aufspielen kann.
Blick nach vorn: Der Fluch der zweiten Halbzeit muss weg
Die SG Damen wissen, woran es liegt. Der berüchtigte „Fluch der zweiten Spielhälfte“, der sich nun schon über drei Partien zieht, muss endlich durchbrochen werden. Das Team hat in Halbzeit eins gezeigt, welches Potenzial in ihm steckt – sowohl kämpferisch als auch spielerisch. Der Schlüssel zum Erfolg liegt nun darin, diese Leistung über 60 Minuten zu tragen und Lösungen zu finden, um trotz kleinerer Kaderstärke über die gesamte Spieldauer konstant zu bleiben.
Mit dem errungenen Punkt bleibt zumindest das Gefühl, dass die Mannschaft trotz aller personellen und spielerischen Herausforderungen zusammensteht und kämpft. Und vielleicht ist genau dieses hart erarbeitete Unentschieden der Impuls, um aus diesem “zweiten?Halbzeit?Muster” endlich auszubrechen.
Es spielten:
Melina Pavlidis (Tor), Katrin Kleinekampmann (Tor), Elisabeth Tillig (Tor), Antonia Fritsch (3), Romy Berger, Judith Zimmermann (1), Aaliyah Dinler, Miriam Hable (8), Sarah Fischer (6/2), Hana Becirhodzic (3), Celine Strunz, Katharina Lukas (1)
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